Sonntag, 6. Januar 2019

KurzReviews Januar #1

Alina Bronsky „Spiegelkind“ (Spiegelkind #1)
Hörbuch, 350 Minuten, Jugendbuch

Das System in dem Juli, die Hauptprotagonistin, lebt strebt ebenfalls auf Perfektion und die Abgrenzung von allem was nicht als Normal angesehen wird. Es leben neben den Normalen auch noch Freaks und Pheen in dem System. Freaks leben einfach so wie sie wollen, sind Freidenker und lassen sich nicht einengen. Sie leben in anderen Bezirken, aber ansonsten noch innerhalb des Systems. Pheen dagegen sind magische Wesen, die gefürchtet werden und als abstoßend und verachtenswürdig angesehen werden. Warum dies so ist, müsst ihr selbst lesen. Auf jeden Fall machen sie den Fantasyanteil der Geschichte aus, der nicht sehr hoch ist. Der dystopische Inhalt ist deutlich im Vordergrund. Man ist am Anfang genauso unwissend wie Juli, die Hauptprotagonistin, die von ihrer Mutter und ihrem Vater die ganze Zeit in eine Art Unwissenheitsschutzschild gehüllt wurde. Das war ein Teil, der etwas unglaubwürdig wirkte, da Juliane wirklich schrecklich unwissend war und plötzlich nach dem Verschwinden ihrer Mutter bemerkte, dass es noch andere Wesen außer Menschen gab, obwohl anscheinend jeder andere davon schon lange wusste. Nach und nach findet man dann mit ihr heraus, was es mit dem Verschwinden der Mutter auf sich hat und wie sich das System aufbaut. Richtig packend wird die Handlung dann durch Julis Freunde und ihre langsame Entwicklung, die sich durch den Roman zieht.
Ich habe das Buch nun zum zweiten mal gehört, da ich vorhabe demnächst Band 2 der Reihe zu lesen. Ich war überrascht, dass ich kaum noch etwas davon im Gedächtnis hatte, obwohl es erst etwa 5 Jahre her ist, dass ich Band 1 zum ersten mal gehört hatte.
Das zweite Hören, war nicht mehr ganz so mitreißend wie das Erste. Vielleicht liegt es daran, dass ich nun deutlich älter bin, aber auf mich wirkte das Buch jetzt stark wie ein Kinderbuch und nicht wie ein Jugendbuch. Die Handlung hat mich nicht mehr so gepackt, aber ich möchte trotzdem Band 2 demnächst lesen.

Grundidee 4,0/5
Schreibstil 3,5/5
Unterhaltswert 3,5/5
Spannung 3,0/5
Emotionen 3,0/5
Charaktere 4,0/5
Gesamt 3,6/5



Loki Renard „The Barbarian Pet“
engl. Ebook, 98 Seiten, Erotik/Historisch, 3,95€ Amazon

Das Ebook habe ich vor einiger Zeit auf Amazon entdeckt, die Leseprobe gelesen und mir gleich das Ebook gekauft. Die Leseprobe war einfach so interessant. Eine junge Frau wird gefangen genommen und wehrt sich gegen die Übermacht und Arroganz der Männer. Der König dieser männer findet gefallen an ihrer Widerspenstigkeit und ein Katz und Mausspiel beginnt. Bis dahin klang alles interessant. Leider reihte sich danach eine erotische Szenen an die andere.
Das bisschen Handlung, was es drum herum gibt, wird durch ständiges Einwerfen von sexuellen Anspielungen gespickt. Die Prota wird zwar als willensstark bezeichnet, aber es kommt im Text gar nicht so rüber. Sie lässt diesen König einfach alles mit sich machen und wenn sie mal Widerstand zeigt, dann weiß er natürlich genau wie er sie berühren muss, damit sie ihren Widerstand 'vergisst'.
Ich habe durchaus schon viel schlimmere Ebooks gelesen, aber ich habe hier fast 4 Euro für ausgegeben und das war es absolut nicht wert. Als kostenloses Ebook wäre es gutes Mittelmaß, aber so kann ich nicht mehr als 2 Sterne geben. Wenigstens war es nicht billig vom Schreibstil her.


Schreibstil 3,0/5
Handlung 1,6/5
Emotionen 1,0/5
Gesamt 2,0/5

Lilah Torrance „Seven Lion Shifter: Alexandria“
engl. Ebook, 20 Seiten, Romantasy, 0€ Amazon

Das war einfach nichts außer PWP. Hier gibt es nichts was nicht mit Sex zu tun hat und dann ist es auch noch billig geschrieben. Es beginnt bereits im ersten Satz mit der ersten Sexszene. Und hier spreche ich nicht von Frau und Mann, sondern zwischen Frau und irgendwas zwischen Mensch und Tier. Und wenn das nicht merkwürdig genug war, so wird schnell klar, dass die Frau es nicht nur mit einem von ihnen zu tun bekommt. Gott, dass war einfach so billig. Vor allem die Gedanken dieser Frau war so dumm und einfältig. Auch der Versuch der Autorin dem ersten 'Partner' eine angebliche Zuneigung zur Protagonistin anzudichten, war überhaupt nicht überzeugend und stieß mich nur ab.
Das Ebook bekommt 1 Stern von mir, weil ich keine 0 Sterne vergeben kann.

Schreibstil 1,0/5
Handlung 1,0/5
Emotionen 1,0/5
Gesamt 1,0/5


Inio Asano „Dead Dead Demon's Dededede Destruction“ (#1)
Manga, 200 Seiten, Mystery 15+, 3,69€ Rebuy

Der Manga hat mir leider überhaupt nicht gefallen.
Das Einzige was ich wirklich richtig gut an dem Manga fand, war der Zeichenstil. Der gefiel mir unglaublich gut. Diese kräftigen Striche, die unglaublichen Details und die Dynamik waren großartig. Auch die Art, wie die Gesichter gezeichnet wurden gefiel mir.
Die Handlung allerdings ist so wirr und merkwürdig, dass ich überhaupt nicht verstand, was man mir hier sagen will.
Eine Art großes Ufo schwebt seit einiger Zeit über der Stadt. Die Menschen wehren sich gegen die von Zeit zu Zeit herumfliegenden kleineren Ufos ohne eigentlich zu wissen gegen wen sie da kämpfen. Hauptsächlich geht es um 2 Mädchen, die einfach oft total aus dem Kontext heraus reagieren oder einfach nur zu abgefahren sind. Ich gehe mal davon aus, dass das Ganze philosophisch, metaphorisch sein soll, aber ich bin wohl zu dumm dafür. Mir sagte das Ganze einfach gar nichts.
Leider besitze ich bereits Band 2 und werde diesem noch eine Chance geben.

Inhalt 2,0/5
Zeichenstil 4,6/5
Emotionen 1,0/5
Gesamt 2,0/5


Chilling Adventure of Sabrina Staffel 1
Horroserie, Netflix

Ehrlich gesagt, hatte ich schon auf etwas in der Art des Originals aus den 90er Jahren gehofft. „Sabrina – Total Verhext“ war damals eine meine Lieblingsserie. Ich liebe ja witzige Familienserien.
Ich hatte mich daher nicht weiter darauf geachtet, was zu „Chilling Adventures of Sabrina“ gesagt und geschrieben wurde und habe einfach reingeschaut. Tja, leider ist es genau das was ich nicht mag – Horror und viel Böses. Allerdings gibt es ab und zu auch Serien, die ich eigentlich schlecht finde, sie dann aber doch weiter schaue. („True Blood“, „Grimm“) Warum kann ich nicht sagen.
Der Horror in der Serie wird für Horror-Fans viel zu wenig sein, daher war es für mich gerade noch erträglich. Mein größtes Problem sind gefühlskalte Charaktere. Die einzige Person, die wirklich nett ist, wird eher als dümmlich hingestellt. (Sabrinas Tanta Hilda)
Dekadenz, Boshaftigkeit, Arroganz sind Themen, die hier eine entscheidende Rolle spielen. Alles Themen, die ich hasse. Und trotzdem habe ich es weitergeschaut, weil es inhaltlich doch sehr interessant war. Sabrina soll im Buch des Dunklen Lords unterschreiben und weigert sich. Es wird allerdings angedeutet, dass sie eine Prophezeiung um sie gibt und der Dunkle Lord unbedingt will, dass sie darin unterschreibt und ihm zu Willen ist. Es gibt auch mehrere moralische Themen, die meiner Meinung nach sehr interessant umgesetzt werden.
Die wenigen sympathischen Charaktere sind fast ausschließlich Menschen. Das passt aber komischerweise sogar, weil die Art und Weise wie hier Hexen und Hexer charakterisiert werden eine Sympathie so gut wie ausschließen. Sie leben halt ein Leben, dass sehr zentriert auf ihre eigenen Bedürfnisse ist. Lediglich die Wünsche des Dunklen Lords stehen darüber.
Sabrina wirkt oft sehr widersprüchlich. Sie ist halb Mensch halb Hexe. Eigentlich soll man wohl beide Anteile spüren, aber ich finde sie geht schon sehr, sehr deutlich in die Hexenrichtung. Sie trifft Entscheidungen, die teils kindisch sind, teils gefühlskalt.
Ich bin wirklich überfragt, wie ich die Reihe beschreiben, Geschweige denn bewerten soll. Daher wähle ich mal das Mittelmaß, allerdings mit Tendenz nach unten.

Grundidee 4,0/5
Spezial Effects 3,0/5
Unterhaltswert 3,5/5
Spannung 3,5/5
Emotionen 2,0/5
Charaktere 3,0/5
Gesamt 3,0/5



Aya Shouoto „The Demon Prince“ (#1)
Manga, 192 Seiten, Mystery, 2,79€ Rebuy

Hier geht es um ein junges Mädchen (eine Waise), dass ein großes Haus erbt. Das Haus ist aber besetzt von drei jungen Männern. Naja, eigentlich keine Männer, sondern eine Art Schutzgeist (Aoi) und seine Shikigami (Begleiter). Das erfährt sie auch ziemlich schnell, denn sie wollen sie loswerden. So wie es aussieht zu ihrem Schutz, denn das Haus ist voll allerlei Ayakashis besetzt. Geister, die mal mehr, mal weniger böse sind. Himari (das Mädchen) lässt sich nicht vertreiben. Sie bleibt und gerät in die ein oder andere Gefahr.
Leider wird das alles recht liniar und langweilig erzählt. Himara ist mir nicht sympathisch, da sie teils sehr naiv reagiert. Durch ihr Verhalten schwächt sie Aoi und weiß dies auch. Da sollte man dann zweimal überlegen was man macht.
Von der Story her hat es mich also nicht gepackt.
Der Zeichenstil dagegen liegt mir sehr. Vor allem die Geister sind teils niedlich teils interessant gezeichnet.
Ich würde die Reihe wegen dem Zeichenstil und der Grundidee mit dem Ayakashi-besetzten Haus sowie den noch recht unbekannten Shikigami weiterlesen. Allerdings müsste ich die Mangas dann irgendwo ausleihen können oder sehr günstig bekommen.

Story 3,0/5
Zeichenstil 4,6/5
Gesamt 3,4/5

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