Mittwoch, 12. Januar 2022

Kurzreviews 2022 #1 (Januar)

 

Kurzreviews 2022 #1 (Januar)




Tatsuya Endo „Spy x Family“ (#7)

Manga, KAZE, 202 Seiten, Comedy, 27.11.21 Amazon 7€


Dies ist ja meine absolute Lieblingsreihe und ich freue mich über jeden einzelnen Band. Auch dieser hat mir wieder mega gut gefallen und nun muss ich wieder sehnsüchtig auf den nächsten Band warten.

Hier bekommt einer der Nebencharaktere (Damian) eine größere Rolle bzw. er bekommt etwas mehr Tiefe. Seine Freunde kommen ja immer sehr dumm und naiv rüber, aber hier sieht man auch ihre loyale Seite, was mir sehr gefiel. Selbst Bond bekam ein Kapitel, was ich super witzig fand. Er sieht sieht seinen Tod bevorstehen und versucht erst herauszufinden woran er sterben wird (was witzig gemacht ist und nicht belastend) und dann versucht er es zu verhindern. Dabei hilft er dann mehr oder weniger bewusst Loid bei einem Fall. Genau diese Art von Komik und Verknüpfung von Handlungssträngen mag ich so an dem Manga. Anya hat auch wieder ihre Auftritte. Sie ist mein absoluter Lieblingscharakter und am Ende gibt es dann eine Ausblick auf das was als nächstes dann folgt und da freue ich mich auch schon sehr drauf.

Der Zeichenstil und der Humor waren wieder einsame Spitze. Die Reihe ist und bleibt meine absolute Lieblings-Manga-Reih.-

Story 5,0/5
Charaktere 5+/5
Zeichenstil 5+/5

Lesegefühl 5+/5
Gesamt 5+/5




Maki Enjoji „Check Me Up!“ (#1)

Manga, Tokyopop, 192 Seiten, Romance 15+, 08.01.21 Amazon 6,99€


Von Maki Enjoji hatte ich ganz zu Beginn meine Manga-Lesezeit die Reihe „Happy Marriage“ angefangen. Die fand ich damals auch wirklich gut aber es mangelte dann irgendwie am Beschaffen der verschiedenen Bände. Als nun diese neue Reihe von ihr herauskam und auch noch das Thema mit dem Krankenhaus bzw. Arzt mich ansprach, griff ich gleich dazu.

Leider wurde ich sehr enttäuscht. Ich fand alles sehr albern. Die Dialoge und die ganze Kommunikation zwischen den Charaktere wirkt nicht nur überspitzt sondern auch kindisch. Der Arzt reagiert übertrieben abweisend und beleidigend, teilweise wie ein Kleinkind und die Krankenschwester benimmt sich wie ein liebeskrankes nervöses Kind. Das war so gar nicht mein Fall. Selbst die ernsten Themen, die hier versucht wurden mit einzubauen, wirkten einfach nur fad und uninteressant. Ob hier jemand sexuelle belästigt wurde oder starb oder wie sich bestimmte Kollegen verhielten, wenn sie Mobbing sahen, tangierte mich überhaupt nicht.

Der Humor war, wie schon erwähnt, komplett überdreht. Ich konnte damit nichts anfangen.

Der Zeichenstil war okay, aber haut mich jetzt auch nicht vom Hocker. Der Manga wird definitiv wieder ausziehen und war für mich verschwendetes Geld.

Story 2,4/5
Charaktere 2,4/5
Zeichenstil 3,6/5

Lesegefühl 2,0/5

Humor 2,0/5
Gesamt 2,6/5




Daisuke Hiyama „Peter Grill and the Philosopher's Time“ (#1)

Manga, Hayabusa, 176 Seiten, Comedy, 24.03.21 Amazon 5€


Erst einmal zu dem Guten. Der Manga hat, zu der Zeit als ich ihn kaufte, nur 5 Euro gekostet und hatte als Extra ein Lesezeichen. Das war's dann allerdings auch schon.

Ansonsten hatte der Manga für mich kaum etwas zu bieten. Die Story um den schwertkämpfenden Helden Peter Grill, war leider sehr langweilig und plump. Auf der ersten Seite gewinnt er das wohl bedeutendste Turnier der Fantasywelt in der dieser Manga spielt. Dadurch gerät er ins Visier vieler gebärfähiger weiblicher Fabelwesen. Ja, genau, ihr habt richtig gelesen. Der Rest des Buches geht darum, dass sich weibliche Fabelwesen darum reißen mit Peter ins Bett zu springen. Peter ist aber ein Ehrenmann oder denkt es zumindest und liebt (oder denkt es zumindest) eine Menschenfrau mit der er sich auch verlobt. Das er trotzdem mit den Fabelwesen schläft ist natürlich völlig gegen sein inneres Wesen und macht ihm schrecklich zu schaffen. Das möchte uns zumindest der/die Zeichner/in vermitteln. Ich fand es einfach nur dämlich und der Humor lag mir auch nicht. Der Zeichenstil ist zwar ganz nett, aber auch da habe ich schon deutlich bessere gesehen. Auch die ganze Erotik-Sache finde ich sehr unausgewogen. Für einen eher auf Humor angelegten Manga mit Fanservice ist der Fokus sowohl von der Story (die eben nur darum geht) und der Dialoge eindeutig zu erotisch, aber für einen Erotik-Manga passiert dann zu wenig explizites. Ich fand die Mischung auf jeden Fall total unausgewogen und wüsste nicht wem ich das empfehlen könnte. Für mich war es ein absoluter Reinfall.

Story 1,4/5
Charaktere 1,4/5
Zeichenstil 3,0/5

Lesegefühl 1,4/5
Gesamt 1,6/5




Tatsuya Endo „Die Silberprinzessin“ (#1)

Manga, KAZE, 194 Seiten, Comedy, 08.10.21 Amazon 7,50€


Tatsuya Endos andere Reihe („Spy x Family“) ist ja meine absolute Lieblingsreihe überhaupt. Daher hatte ich nicht nur große Erwartungen an diesen Manga, sondern wünschte mir wirklich sehr, dass er mir gefällt und ich so etwas anderes in der Wartezeit bis zum nächsten Spy x Family Band zu lesen habe.

Leider kann man diese Reihe absolut gar nicht mit Spy x Family vergleichen. Zum einen bin ich schon meist raus, wenn es um diese japanischen Kaiserreich Themen geht. Das hier ist zwar Fantasy, aber es ist halt von den Zeichnungen sehr daran angelehnt. Wer der Manga nicht von Tatsuya Ende, hätte ich ihn wahrscheinlich nicht einmal beendet. Der Humor war mir zu überdreht. Auch hier kommt wieder ein eigentliches No-Go für mich, nämlich den Humor hauptsächlich über übertriebene Gewaltszenen umzusetzen. So etwas finde ich albern und kann eben nicht darüber lachen. Das hatte absolut gar nichts mit dem großartigen Humor von Spy x Family zu tun. Der Zeichenstil an sich gefiel mir recht gut. Lediglich die vielen Actionszenen waren mir oft zu hektisch und eben auch zu häufig.

Grundsätzlich geht es um Kaguya. Sie ist die Silbermondprinzessin, eine rebellische, wilde fast volljährige Prinzessin. Ihre Mutter die Kaiserin ist schwer krank und so muss Kaguya wohl bald mehr Verantwortung übernehmen, allerdings rebelliert sie am Anfang des Mangas sehr, weil sie sich von ihrer Mutter vernachlässigt und schlecht behandelt fühlt. Es kommt schnell heraus warum dies so ist und die Kaiserin wird angegriffen und um Kaguya zu beschützen, schickt so diese gegen ihren Willen auf die Erde. Dort angekommen muss sie nun einen Weg finden, um zurück zum Mond zu kommen und vor allem den Leuten zu entkommen, die ihren Tod wollen.

An sich wäre es eine interessante Story wenn man sie mit etwas mehr Ernst und echten Emotionen vermittelt hätte. So kann ich dem ganzen nicht wirklich etwas abgewinnen, so leid es mir tut. Trotzdem mag ich die Reihe noch nicht ganz aufgeben und werde schauen, ob ich den zweiten Band irgendwo gebraucht günstig bekomme.


Story 3,0/5
Charaktere 3,4/5
Zeichenstil 4,4/5

Lesegefühl 3,0/5
Gesamt 3,0/5




Miko Senri „Küss den Kater!“ (#1)

Manga, Altraverse, 180 Seiten, Romance 13+, 24.12.21 Amazon 5,00€


Die Katze (Kater) auf dem Bild war mein Kaufgrund. Da kann ich nicht widerstehen.

Die Geschichte ist nicht wirklich komplex, ehrlich gesagt passiert kaum etwas und trotzdem mochte ich den Manga total. Erina findet in eine Katze und nimmt sie mit nach Hause. Doch plötzlich verwandelt der Kater sich in ihren Mitschüler Kou. Der nun beschließt, dass Erina seine neue Besitzerin ist und er bei ihr einzieht. Die ist davon gar nicht begeistert, zumal sie Kou nicht wirklich leiden mag. Doch seinem Charme als Kater kann sie nicht widerstehen.

Warum und durch was sich verwandelt spielt eine große Rolle, das solltet ihr aber selbst herausfinden. Ich freue mich auf jeden Fall schon total auf den nächsten Band.

Der Zeichenstil ist voll mein Geschmack. Die Gesichter sind niedlich, viele abwechslungsreiche Hintergründe und vor allem das Verhalten der Katze wird so perfekt dargestellt. Vor allem auch sehr humorvoll. Ich musste sehr oft grinsen, allein der Ausdruck des Katers und wie er Erina um den Finger wickelt. Einfach herrlich.


Story 4,4/5
Charaktere 4,4/5
Zeichenstil 4,6/5

Lesegefühl 5+/5
Gesamt 4,6/5



Kennt ihr etwas davon? Falls ja, wie haben sie euch gefallen. Ich hoffe besser als mir.

LG

Sunny

Sonntag, 9. Januar 2022

Rezi "Will - Die Autobiografie" Will Smith, Mark Manson

Titel: Will - Die Autobiografie

Autor: Will Smith, Mark Manson

Verlag: Heyne

ISBN: 978-3-453-20729-5

Preis: 25 €

Genre: Biografie

Format: Hardcover mit Schutzumschlag
Seitenzahl: 528

Erscheinungsdatum: 09. November 2021




5 von 5 Sternen

*Inhalt:*

Die Lebensgeschichte des Megastars – emotional und inspirierend
Wie wird man Will Smith – einer der größten Hollywoodstars? Der Musiker, Schauspieler und Produzent macht für seinen großen Erfolg vor allem seinen eisernen Willen und sein Durchhaltevermögen verantwortlich. Schon früh musste er lernen, was es heißt, sich durchzubeißen und niemals aufzugeben. Seine Kindheit mit strengem, gewalttätigem Vater, der schnelle Musik-Erfolg als Teenager, der tiefe Fall und Wiederaufstieg als Prince von Bel Air sind dabei nur einige der prägenden Stationen. Zusammen mit dem Nr.1-NYT-Bestsellerautor Mark Manson spürt Smith all diesen Momenten und den Emotionen, die ihn entscheidend beeinflussten, nach und enthüllt sein beispielloses Erfolgsgeheimnis in seiner inspirierenden Autobiografie.

(c)Heyne


*Wie kam das Buch zu mir*

Das Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.


*Meinung:*
Erst einmal möchte ich etwas zur Aufmachung des Buches sagen. Die finde ich nämlich grandios. Nicht nur der Schutzumschlag ist in diesen passenden bunten Farben gestaltet, sondern auch das Buch darunter. Die Farbwahl finde perfekt, da ich sie mit der ganzen verrückten Prince of Bel Air Zeit verbinde und die schlichte Zeichnung von Will Smith ist so gut getroffen, dass man sofort weiß von wem dieses Buch handelt. Aus meiner Sicht ist dies eine sehr gut durchdachte Covergestaltung.


Inhaltlich und vor allem vom Schreibstil her hat mich das Buch total überrascht und zwar sehr positiv. Ich hatte eine locker flockige und sehr witzige Biografie erwartet. Absolut nicht hätte ich damit gerechnet, dass ich das Buch nach 35 Seiten bereits heulend und völlig geschockt von Will Smiths Seelenstriptease zur Seite legen und erst einmal tief durchatmen musste. Bereits auf den ersten Seiten berichtet der Schauspieler von seiner Kindheit und das auf eine so schonungslos ehrliche und vor allem emotional offene Art, dass es mich wirklich völlig geschockt hat. Bei Psychoanalytikern und jeglichen Lesern mit einer auch nur geringen psychologischen Ausbildung werden hier bei seinen Aussagen und Schilderungen die Alarmglocken schrillen. Ich hätte in keinster Weise damit gerechnet, dass Will Smiths 'Talent' für Komik sich auf so einer traurigen und erschütternden Geschichte aufbaut. Ich muss sagen, ich habe mir teilweise beim Lesen gewünscht, er hätte, schon als Kind, eine Therapie bekommen und wäre dann lieber nicht Schauspieler geworden. (Auch wenn ich seine Filme sehr vermisst hätte) Ich möchte niemanden spoilern und kann daher nicht viel mehr dazu sagen, aber lest das Buch einfach und macht euch ein eigenes Bild. Ich finde den wahren Grund seines Talents auf jeden Fall sehr traurig und da ich in meinem Freundeskreis ebenfalls jemanden habe, der ähnliches in seiner Kindheit durchgemacht hat bzw. ähnliche Verhaltens-/Vermeidungsstrategien aufgebaut hat, war es für mich nochmal besonders emotional dies zu lesen. Allein das Will Smith es aber so reflektiert und formuliert, wie er es tut, zeigt gleich zu Beginn des Buches, dass er es irgendwann in seinem Leben therapeutisch aufgearbeitet hat und ich hoffe, dass er nun einigermaßen gut mit sich und seinem Leben klar kommt. Am Ende des Buches bekommen wir auch einen Einblick in die therapeutische Aufarbeitung seiner Traumata und der daraus resultierenden Einschränkungen in seinem Leben bzw. in seinem Umgang mit seinen Mitmenschen. Natürlich berichtet er auch in diesem Buch von einigen Probleme, die er im Umgang mit Menschen hat, vor allem mit den Frauen an seiner Seite und auch mit seinen Kindern. Allerdings merkt man in diesem Passagen deutlich, dass er hier nicht 100% mit den Lesern teilt. Das finde ich aber völlig in Ordnung, denn da geht es eben nicht nur um ihn und man merkt in jeder Zeile seines Buches, dass er seine Lieben schützen will. Daher ist es sicher auch sehr schwierig zu entscheiden, wo man die Grenze zieht bei dem was man mit dem Leser teilt und was eben nicht. Bei allem was Will Smith selbst betrifft, hat man in diesem Buch allerdings das Gefühl, dass er sich komplett nackt macht. Das fand ich extrem überraschend und sehr mutig. Ebenfalls verwunderte mich die Art und Weise wie er es schrieb bzw. schreiben ließ.


Der Schreibstil ist locker, sehr persönlich und unfassbar nah und offen. Ich habe noch nie eine Biografie gelesen, bei der ich das Gefühl hatte, dass der Autor sich so auf Augenhöhe der Leser befindet und sich so sehr öffnet. Es war unglaublich angenehm das Buch zu lesen. An keiner Stelle hatte ich das Bedürfnis Passagen zu überblättern oder war gelangweilt. Nie kam Will Smith mir unsympathisch, überheblich oder arrogant herüber. Er reflektierte, gab Fehler zu und versuchte sich in andere Menschen hineinzuversetzen.


Dieses Buch wird auf jeden Fall einen Ehrenplatz in meinem Regal bekommen.



*Fazit:*

Das Buch hat mich sehr überrascht. Es war ein unglaublicher Seelenstriptease den Will Smith hier hinlegte. Ich war nach den ersten Seiten schon völlig erschüttert und konnte das Buch immer nur schwer aus der Hand legen. Trotz der oft bedrückenden Themen schafft Will Smith es einen lockeren und sehr offenen Schreibstil beizubehalten. Es war daher ein sehr angenehmes Lesen. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der den Schauspieler auch nur ansatzweise interessant findet. Worauf sich seine Komik aufgebaut hat, wird euch alle sehr überraschen.


5 von 5 Sternen


 

 

Dienstag, 4. Januar 2022

Monatsrückblick Dezember 2021

 

Monatsrückblick Dezember 2021


Hörbücher


Lynsay Sands „Ein zauberhafter Vampir“ (Argeneau #32) 4,6/5

Jennifer Ashley „Liams Zähmung“ (Shifter Unbound #1) 2,4/5

Marie Force „Jeder Schritt zu dir“ (Green Mountain #12) 5,0/5


Ebooks (dt./engl.) (bzw. Kurzgeschichten aus Sammelbänden)

/


Graphic Novels/Comics/Sonderbände/Mangas


Okayado „Die Monster Mädchen“ (#13) 4,0/5

Iida Pochi „My Elder Sister“ (#4) 4,0/5

Kaziya „Grimoire – Heilkunde magischer Wesen“ (#1) 3,0/5

Aka Akasaka „Kaguya-Sama: Love is war“ (#1) 1,6/5

Spica Aoki „Monstermäßig Verknallt“ (#2) 4,6/5

Yoshifumi Tozuki „Undead Unluck“ (#1) 1,6/5

 

Sachbücher/Biografien


Robert Marc Lehmann „Mission Erde – Die Welt ist es wert, um sie zu kämpfen“ 5,0/5



Kinderbücher

/


Englische Bücher

/


Deutsche Bücher


Illina Grünwald „Die Schneekönigin und die Splitter der Krone 2,6/5

Heyne „Wer weiß denn sowas? 4“ 4,4/5



Filme:

One day off AmazonPrime 4,0/5

7 vs Wild YouTube 5,0/5

SexEducation Staffel 3 Netflix 4,0/5

My hero academia Staffel 1 BluRay 4,0/5

Blood Lad Staffel 1 BluRay 5,0/5

KSK YouTube 3,6/5

Bondi Rescue YouTube 5,0/5


Spiele:

NBA2K22 PS5 4,0/5

Sims 4 PC 4,4/5

Far Cry 6 PS5 5,0/5

Madden 22 PS5 3,4/5

CallofDuty-Vanguard PS5 4,6/5

Deckscape Hinter dem Vorhang Brettspiel 4,0/5

HP Death Eater Rising Brettspiel 4,6/5

Fauna Brettspiel 4,6/5



Abgebrochene (A)/pausierte Bücher(P):

Lora Leigh „Shifter“ (Breeds #11.5) (P)

Marlon James „Schwarzer Leopard, roter Wolf“ (P)

Jörg Benne „Verax“ (P)



Statistik:

dt. Hörbücher: 3

engl. Hörbücher: 0

engl. Ebooks: 0

dt. Ebooks: 0

Graphic Novels/Mangas/Comics: 6

Sachbücher: 1

Kinderbücher: 0

englische Bücher: 0

deutsche Bücher: 2

Gesamt: 12


Filme/Serien: 7

Spiele: 8



Top des Monats

Hier muss ich einfach 2 nennen in diesem Monat.



Jeder Schritt zu dir“ ist mein neuer Lieblingsband der Reihe.



Mission Erde“ hat mich richtig mitgerissen.



Flop/Enttäuschung des Monats



„Undead Unluck“ war einfach schrecklich und das obwohl ich den Zeichenstil so toll fand.



Schönstes Cover/Aufmachung des Monats



Habt ihr auch etwas davon gelesen? Falls ja, wie hat es euch gefallen? Oder habt ihr vielleicht noch vor etwas davon zu lesen?

LG Sunny

Montag, 3. Januar 2022

Meine Jahres-Highlights

Meine Jahres-Highlights


Ich habe dieses Jahr wirklich sehr starke Leseerlebnisse gehabt, die mir noch bis zum Ende des Jahres sehr deutlich in Erinnerung geblieben sind. Mit Erinnerungen meine ich nicht nur, dass mir eine Handlung extrem im Gedächtnis geblieben ist, sondern vor allem, dass ich ganz speziell Gefühle mit diesen neuentdeckten Büchern und Reihen verbinde. Also dieses Jahr stand somit vor allem mein emotionales Gedächtnis im Vordergrund. Ich kann mich nicht erinnern, dass mir das je in einem anderen Jahr schon einmal so ergangen ist. Zwar weiß ich auf Anhieb zwei drei Bücher, mit denen ich ähnlich starke Erlebnisse/Erinnerungen habe, aber dass es in einem Jahr so gehäuft vorkam, glaube ich nicht. Daher möchte ich auch vor allem in den ersten Nennungen wirklich ein Ranking machen und habe lange hin und her überlegt, wer hier an welche Position gehört. Ich hoffe, dass mir schlussendlich die richtige Einordnung gelungen ist. Da ich mit 10 Plätzen nicht ganz hin kam, habe ich etwas überzogen.




Platz 1

(war eindeutig)

Spy x Family Reihe

Dies ist eine Manga-Reihe von Tasuya Endo, die ich im ersten Quartal des Jahren entdeckt habe. Lange Zeit gab es einen Manga (bzw- MangaReihe), der immer meine Nummer eins war. Nichts kam an ihn heran. Das war „Hide and Seek“ von Yaya Sakurai. Das war der erste und eigentlich fast einzige Manga (Reihe), der mich von den Charakteren so richtig emotional angesprochen hat und wo ich in die Handlung abtauchte, wie in eine echtes Buch. In diesem Jahr wurde die Reihe nun von Spy x Family abgelöst und zwar mit Pauken und Trompeten. Ich habe mich an die Charaktere enger gebunden als an wahrscheinlich 95% aller Bücher (von Mangas rede ich hier nicht mal, weil ich mich da eben nie an Charaktere binde), die ich je in meinem Leben gelesen habe und das sind viele. Ich liebe die Familie Forger. Vor allem die kleine Anya. Der Humor trifft meinen zu 100% und auch das habe ich noch nie erlebt. Der Zeichenstil trifft meinen Geschmack zu 100%. Die Story ist interessant und mal etwas völlig neues. Ich bin einfach total baff und warte immer sehnsüchtig auf den nächsten Band, den ich jedes Mal vorbestelle, was ich ich sonst nie mache. Dürfte ich für den Rest meines Lebens nur noch eine Manga-Reihe im Regal stehen haben oder lesen, dann bräuchte ich nicht überlegen, es wäre definitiv diese Reihe.



Platz 2

(zwischen Platz 2 und Platz 3 war es sehr knapp und ich musste lange überlegen)

The pet project“ Trilogie

Im zweiten Quartal entdeckte ich durch ein kostenloses dreimonatiges KindleUnlimitedAbo diese Trilogie von Amanda Milo und damit auch die Autorin für mich. Das Genre ist nicht jedermanns Sache und daher ist dies hier auch keine Empfehlung, aber mich hat das einfach umgehauen. Ich fand die Art wie die Autorin so viele Aspekte wie Erotik, Kink und Gesellschaftskritik in ihren Büchern zusammenführt einfach großartig. Ich habe die drei Ebooks verschlungen und danach noch einiges von der Autorin gelesen und noch etliches von ihr auf meiner Leseliste.



Platz 3

(knapp den zweiten verfehlt)

Tamed“ T.M. Chris

Dieses Ebook hatte ich ebenfalls im Rahmen des kostenlosen KindleUnlimitedAbo gelesen und meine Güte hat es mich emotional umgehauen. Ich bin eigentlich überhaupt kein Fan von BDMS aber ein großer Fan von Hurt&Comfort und die Kombi, die man hier davon bekommt, war einzigartig. Zumindest habe ich sie so noch nie gelesen und auch bis jetzt nie wieder so entdeckt. Ich bin immer noch sehr traurig, dass es dazu keine Printausgabe gibt, da ich dieses Buch unbedingt im Regal haben möchte. Der dominante Charakter in dieser Geschichte ist einfach so ein Charakter bei dem man denkt, er wurde genau für einen geschrieben. Bei mir ist das so ein überlegener, von nichts aus der Ruhe zu bringender dominanter Kerl mit Beschützerinstinkt. Der 'Bottom' ist ein eher rebellischer Typ, der gar nicht recht ins typische Schema passt, sowohl körperlich als auch von seinem Mindset her. Aber genau das bringt ihm seine Schwierigkeiten ein, die das Buch so anders machen und die eben auch seinen Charakter für mich so unglaublich authentisch und interessant machten. Das mich ein Buch diesen Genres so umhauen kann, ist immer noch eine absolute Überraschung für mich.



Platz 4

(Harte Konkurent von Platz 2 und 3)

Acquainted with the night“ Tymber Dalton

Ein absolut ausgefallenes Alien-Gay-Erotik-Kink-Buch. So ausgefallen, dass auch das wieder nur hier auf der Seite landet, weil es mich persönlich umgehauen und emotional sogar noch extremer mitgenommen hat als die Bücher davor. Und trotzdem gebe ich hier niemanden eine Leseempfehlung, weil es einfach zu ausgefallen ist. Ich möchte nicht mal viel zum Inhalt sagen. Theoretisch ist es ein reines Erotikbuch und genau das war es was mich eben so umgehauen hat. Die Tiefe, die die Charaktere hier bekommen, wie sehr man sich an sie bindet und wie extrem ich bei dem Buch geheult habe, war unbeschreiblich. Ich kann mich an kein, absolut kein anderes Buch erinnern, dass mich so emotional zerstört hat. Ich konnte Tage nach dem Buch nichts lesen, weil ich mich innerlich noch von den Charakteren verabschieden musste. Von Charakteren aus einem Hardcore-Kinky-Alien-Erotikbuch. Was zum Teufel. Diese Autorin ist für mich ein Genie.



Platz 5

(ab jetzt kommen Bücher, die niemals mit den ersten 4 hätten mithalten können, was meine emotionalen Erlebnisse mit ihnen angeht, die mich aber trotzdem mega überrascht haben. Sie sind alle etwa gleich gut und ich fand nur leichte Nuancen, um sie abzustufen. Ich denke aber, dass ich mit der Rangliste ganz zufrieden sein kann.)

Feral Sins“ (Phoenix Pack #1) Suzanne Wright

Ich hatte gar nicht viel erwartet von dem Buch. Ich glaube die Rezensionen waren sogar sehr durch wachsen und dann BÄM. Wieder einmal wurde mir gezeigt, dass ich oft einen ganz anderen Geschmack als die Mehrheit habe und mich ein Buch so richtig begeistern kann. Hier hat mich die Chemie zwischen den beiden Charakteren so richtig mitgerissen. Erst war es ja eine Art Fake-Beziehung, aus der dann schnell mehr wurde, beide es sich aber nicht so recht eingestehen wollten. Dann noch die Rudeldynamik, die mich total packte und das ist ja etwas, was für mich ein richtig kritischer Punkt ist und ein Romantasy-Buch ausmacht. Da werde ich im neuen Jahr hoffentlich endlich zum lesen der nächsten Teile kommen.

 

 


Platz 6

Back & Beyond“ Clannon Miller

Bei der Autorin durchlaufe ich meist ein absolutes Gefühlsfeuerwerk. Auf den ersten Seiten möchte ich ihre Bücher meist abbrechen, weil ich sie schrecklich finde und dann haut sich mich plötzlich um und ich möchte am Ende des Buches am liebsten gleich wieder von vorn beginnen. Genau so war es bei diesem Buch. Am Anfang fand ich die Prota unglaublich dumm und klischeehaft und dann macht sie plötzlich eine hundertachtzig Grad Wendung. Zur Würzung kommen noch etliche tolle Nebencharaktere wie die Kinder hinzu um die sie sich in Australien kümmern muss und jede Menge humorvolle Szenen. Großartig. Das Buch werde ich definitiv irgendwann noch einmal lesen und ich habe es auch schon zweimal verschenkt.



Platz 7

Earl of Night“ Clannon Miller

Machen wir gleich weiter mit der Autorin. Hier überraschte sie mich allerdings damit, dass das Buch mich von der ersten Zeile an begeistern konnte. Dafür war es aber weniger lustig und oft sehr, sehr bedrückend. Aber eben auch spannend und sehr interessant. Ich konnte kaum aufhören es zu hören. (habe es als Hörbuch gehört)



Platz 8

Misson Erde“ Robert Marc Lehmann

Das Buch habe ich im Dezember gelesen. Der Schreibstil hat mich umgehauen, das er den Leser direkt anspricht und man das Gefühl hat direkt dabei zu sein. Es war alles sehr interessant geschildert und regte zum Nachdenken an.



Platz 9

The Bridal Hunt“ Jeanette Lynn

Ja, es ist ein Erotik Buch und eben auch wieder ein recht eigenes, aber das war nun mal das was mein Lesejahr auch geprägt hat. Auch hier betone ich wieder, dass dies keine Empfehlungsliste ist, sondern einfach meine Highlights-Liste des Jahres. Das was mir besonders positiv im Gedächnis geblieben ist und ja, mir hat halt auch sowas ein gutes Leseerlebnis gebracht. Es geht hier um eine Parallelwelt in die die Prota von eine Art primitiver Yeti-Menschen entführt wird und sich dort dann an das Leben mit diese dominanten Höhlenmenschen anpassen muss. Ich fand das sehr amüsant und auch ansprechend. Daher mein Platz 9.



Platz 10

Izara“ Julia Dippel

Unter der Reihe hatte ich mir etwas völlig anderes vorgestellt. Eher in Richtung Cassardim, was ich zu dem Zeitpunkt allerdings auch noch nicht kannte. Ich ging daher mit wenig Erwartungen ran, weil ich mit High-Fantasy (was ich mir darunter vorstelle) eigentlich nichts anfangen konnte. Zu der Zeit ging es mir schlecht, ich war krank geschrieben, versuchte mich abzulenken und machte viele Diamond Paintings. Dabei ließ ich dann Hörbücher laufen. Ich kann mich noch sehr genau daran erinnern wie heftig überrascht ich dann war, wie anders Izara zu dem war, was ich erwartet hatte. Ich habe die Hörbücher innerhalb von anderthalb Monaten durch gehört und war total begeistert.

 



Platz 11

Hour of the lion“ (The wild hunt legacy #1) Cherise Sinclair

Das Buch hat mich sehr begeistert, obwohl die Prota eigentlich nicht so meins ist. Ich mag nun mal keine toughen Heldinnen und keine Helden, die den Protas zu viel Freiraum einräumen. Das ist nicht das was ich in Büchern suche. Aber hier war es einfach noch genau die richtige Mischung, damit ich es genießen konnte. Vor allem die kleinen Machtspiele fand ich sehr ansprechend umgesetzt und ich hoffe das ich in 2022 den zweiten Teil lesen oder hören werde.



Platz 12

Jeder Schritt zu dir“ (Green Mountain #12) Marie Force

Die Green Mountain Reihe ist eine meiner liebsten Reihen, aber dieser Band war mein Highlight. Das lag vor allem daran, dass einfach alle Pärchen nochmal einen Auftritt hatten und das Hauptpärchen dieses mal die Eltern Lincoln und Molly waren. Es ist einfach eine so wunderbare Familienserie.



Platz 13

Bloodfire“ Helen Harper

Das Buch hat mich unglaublich begeistert. Die Protagonistin war mir so nah, wie wohl noch keine andere Protagonistin es je war. Der ganze Weltenaufbau war ebenfalls genial und die leichte Andeutung einer eventuellen Liebesbeziehung in zukünftigen Bänden versprach großartiges. Das Buch hätte unter den ersten 5 in dieser Liste landen müssen, aber stattdessen habe ich gehadert, ob ich es überhaupt hier draufsetzte, da es mir auch die schlechtesten Leseerlebnisse 2021 verschafft hat. Das liegt daran, dass ich die Diskussion um den weiteren Verlauf der Reihe mitbekam und mich dann (Gott sei Dank) gespoilert habe. Die Reihe wird leider so weiterlaufen, wie ich es nicht ertragen kann. Es wird keine richtige Liebesbeziehung geben, nur Leid für die Prota und die Charaktere, die man lieb gewinnt. So etwas kann und will ich nicht und es macht mich richtig wütend. Trotzdem hat sich der erste Band sehr stark in mein emotionales Gedächtnis eingebrannt, weil ich mich eben sehr stark mit der Prota verbunden gefühlt habe. Daher habe ich mich entschlossen dem Buch doch einen Platz hier einzuräumen.



Was waren denn eure Highlights? Kennt ihr das auch mit dem emotionalem Gedächtnis oder erinnert ihr euch eher an den Inhalt eines Buches?


Ich wünsche euch allen ein Frohes Gesundes Neues Jahr!

Sunny


 

Samstag, 1. Januar 2022

Kurzreviews 2021 #37 (Dezember)

Kurzreviews 2021 #37 (Dezember)




Marie Force „Jeder Schritt zu dir“ (Green Mountain #12)

dig. Hörbuch, Bookbeat, 8h 8m, Gegenwartsliteratur, 27.10.21 BookbeatAbo


Dies ist nun schon Band 12 von einer meiner Lieblingsreihe. Ich liebe es die altbekannten Charaktere wieder zu treffen und mitzuerleben, wie sich in jedem Teil wieder ein neues Paar findet.

In diesem Band wurde ich allerdings überrascht und zwar positiv. Das bekannte Schema wurde durchbrochen. Ich würde sagen, dass dies wohl mein neue Lieblingsband der Reihe ist.

Hier erlebt man nämlich Molly und Lincoln als Liebespaar, also die Eltern all der Geschwister, die in den anderen Teilen der Reihe jeweils ihre Partner gefunden haben. Das macht die Autorin auf eine unglaublich interessante und geschickte Art. Lincoln bekommt am Anfang des Buches einen Anruf von seiner Schwester Charlotte und man erfährt endlich, warum man in all den Bänden nie etwas von Lincolns Ursprungsfamilie gehört hat. Sein Vater hatte ihn vor vielen Jahren verbannt, weil er Molly geheiratet hatte und sich gegen das Familienunternehmen entschied. Seither hatte er keinen Kontakt mehr mit seinen Eltern und seinen Geschwistern und das obwohl man Lincoln ja als einen so herzlichen Familienmenschen in den Vorgängerbänden kennengelernt hatte. Jetzt liegt der Vater im Sterben und will ihn sehen. Lincoln muss nun entscheiden, was er tut und wie er seine Kinder einweiht. Da kommt die besagte Finesse ins Spiel und die Autorin erzählt uns in einem Wechsel von Rückblick und Gegenwart, wie Lincoln Molly kennengelernt hat, wie sie ihr Leben gemeinsam aufgebaut haben und wie sie ihre Familie planten. Nebenbei bekommt jedes einzelne Paar aus den Vorgängerbänden wieder einiges an Seiten im Buch, weil auch die Kinder diese neuen Informationen verarbeiten müssen und mit ihren Partner besprechen. Das war wieder genau das, was ich an solchen Familien-Serien liebe und die Charaktere und Pärchen sind so herrlich unterschiedliche, dass es nie langweilig wird. Jeder reagiert auf die neue Situation anders und verarbeitet die neuen Informationen unterschiedlich.

Natürlich war vieles wieder sehr vorhersehbar und alles unglaublich kitschig, aber ich mag das und wer die Reihe bis hierhin gelesen hat, der weiß eh was auf ihn zu kommt. Negativ ist hier natürlich, dass bei den Büchern einfach kaum ersichtlich ist, dass dies ein später Teil einer Reihe ist und ob das für jemanden, der die Bände davor nicht kennt, ein guter Band für den Einstieg in die Reihe ist, bezweifle ich sehr stark. Dafür wird man mit der Charakterflut wohl eher erschlagen und es werden einem die kurzen Szenen mit den Nebencharakteren nicht viel bringen. Für Leser der kompletten Reihe, wird dies aber sicher genau so ein Highlight sein, wie für mich.

Die Sprecherin, Christiane Marx, ist für mich mittlerweile einer meiner absoluten Lieblingssprecherinnen. Sie gehört für mich zu der Reihe dazu.

Ich hoffe es wird noch weitere Bände dieser Reihe geben!

Story 5,0/5
Charaktere 5,0/5
Schreibstil 5,0/5

Wohlfühlfaktor 5+/5
Gesamt 5,0/5




Illina Grünwald „24 DAYS ESCAPE – Der Escape Room Adventskalender: Die Schneekönigin und die Splitter der Krone

Adventskalenderbuch, FrechVErlag, 112 Seiten, 02.10.21 Thalia 14 Euro


Dies war das erste Mal, dass ich so ein Adventskalenderbuch ausprobiert habe. Ich habe vorher allerdings ein Buch aus der Escape Adventure Reihe gelesen/gespielt und fand es klasse. Daher dachte ich wirklich mir würde dieses weihnachtlich Erlebnis richtig gut gefallen. Leider war dem nicht so. Es war eher durchwachsen. Die Geschichte war teilweise richtig schön und interessant, wenn sie auch sehr, sehr stark an „Die Schneekönigin“ (von Hans Christian Andersen) erinnerte. Allerdings war das Ende dann so merkwürdig und gefiel mir überhaupt nicht, dass es mir das ganze Buch kaputt machte. Durchweg positiv fand ich die Gestaltung des Buches. Vor allem die Farbwahl war einfach ganz herrlich winterlich.

Die Rätsel waren recht durchwachsen. Sie reichten von sehr einfach bis so abstrakt, dass ich ohne Hilfestellung nicht drauf kam. Daher erschließt sich mir auch nicht so richtig ein zu empfehlendes Alter. Daher würde ich es ehrlich gesagt überhaupt nicht weiterempfehlen und ich werde im nächsten Jahr auch nicht noch einmal so ein Buch zur Adventszeit lesen. Es gibt zwar noch einige Bände die ganz interessant klingen und an sich fand ich die Idee jeden Tag ein Rätsel zu lösen und in der Geschichte voranzukommen, ja wirklich toll, aber es haperte halt (wie oben beschrieben) an alles Ecken und Enden und frustrierte daher dann oft mehr als das es unterhielt.

Story 2,0/5
Charaktere 3,0/5
Wohlfühlfaktor 2,0/5

Rätsel 3,0/5
Gesamt 2,6/5



Kennt ihr etwas davon? Falls ja, wie haben sie euch gefallen. Ich hoffe besser als mir.

LG

Sunny

 

Samstag, 25. Dezember 2021

Kurzreviews 2021 #36 (Dezember)

Kurzreviews 2021 #36 (Dezember)




Kaziya „Grimoire – Heilkunde magischer Wesen“ (#1)

großformatiger Manga, Tokyopop, 196 Seiten, Mystery 15+, 07.10.21 Rebuy 5,99€


Ziska ist in der Lehre bei einem Tierarzt. Sie selbst kann schwache Magie wirken, aber viele Menschen haben den Glauben an Magie verloren. Daher traut sie sich auch nicht den Doktor um Hilfe zu bitten, als sie ein verletztes magisches Wesen findet. Sie versucht es mit magischen Salben selbst zu heilen, aber ohne Erfolg. Wie das ganze dann weitergeht, müsst ihr selbst lesen. Auf jeden Fall trifft Ziska im Laufe des Mangas noch auf verschiedene magische Wesen.

Diese sind von der Beschreibung her interessant, aber vor allem sind sie klasse gezeichnet. Der Zeichenstil hat mir in den meisten Fällen ausgesprochen gut gefallen. Lediglich einige Szenen waren mir zu skizzenhaft.

So schön das Thema mit den magischen Wesen war, so muss ich doch gestehen, dass ich den Manga eher langweilig fand. Jedes Kapitel lief fast gleich ab und die Schauplätze ändert sich auch kaum. Die Nebencharaktere blieben sehr blass und am Ende muss ich sagen, dass ich die Reihe nicht weiter verfolgen werde.

Story 3,0/5
Charaktere 3,6/5
Zeichenstil 4,0/5

Lesegefühl 2,6/5
Gesamt 3,0/5





Lynsay Sands „Ein zauberhafter Vampir“ (Argeneau #32)

dig. Hörbuch, Audible, 12h 28m, Romantasy, 28.10.21 AudibleAbo 9,95€


Dies ist nun schon Band 32 von meiner längsten Lieblingsreihe. Ich liebe es die altbekannten Charaktere wieder zu treffen und mitzuerleben wie sich wieder ein Paar findet.

In diesem Band geht es um Mac Argeneau und CJ Cummings. Am Anfang des Buches brennt Macs momentane Bleibe samt ihm mittendrin ab. Feuer ist ja eines der Dinge, das Unsterblichen durchaus sehr gefährlich werden kann und so wird es wirklich sehr brenzlich für ihn. CJ ist eine Ermittlerin und kommt genau zu dem Zeitpunkt des Brandes in die Stadt, um einen Fall von eventueller Verschleierung oder Amtsmissbrauch bei der örtlichen Polizei zu untersuchen und gelangt so auch an den Brand-Tatort. Dort treffen die beiden dann auch zum ersten mal auf einander und bleiben auf Grund bestimmter Umstände aneinander hängen. Ich möchte hier nicht zu viel sagen, da das die wenige Spannung ausmacht, die der Band enthält und viele Leser brauchen ja etwas Spannung in ihren Büchern. Man hat also die ganze Zeit immer die Frage um den Brandstifter und nebenbei noch die Ermittlungen um den eventuell korrupten Polizisten. Für mich als Spannungs-Allergiker war das genau die Dosis, die für mich super angenehm ist.

Anfangs war ich noch skeptisch, weil alles etwas sehr flau anlief zwischen CJ und Mac. Alles war zu einfach, zu easy going. Es gab kein richtiges Drama und keine Auf und Abs. Trotzdem habe ich es dann doch wieder sehr genossen. Für mich passen einfach die Pärchen der Autorin immer sehr zusammen. Was ich aber immer am meisten genieße, ist es wenn die Bände viele Platz für bereits bekannte Charaktere bieten und das hat dieser Band wieder gemacht. Fast das ganze Buch über waren alt bekannte und sehr geliebte Charaktere immer an der Seite von Mac und CJ und das habe ich unglaublich genossen. Ich liebe die Art wie die Unsterblichen miteinander umgehen. Einige necken sich so unglaublich witzig, andere sind so liebevoll und beschützend zueinander, es ist einfach nur herrlich. Ich liebe sie alle und fühle mich jedes mal sehr wohl beim lesen bzw. hören.

Ich liebe vor allem die Hörbuchfassungen und möchte sie auf keinen Fall missen. Christiane Marx ist eine tolle Sprecherin und gehört für mich einfach zu dieser Reihe.

Story 4,6/5
Charaktere 4,6/5
Schreibstil 5,0/5

Wohlfühlfaktor 5+/5
Gesamt 4,6/5




Jennifer Ashley „Liams Zähmung“ (Shifter Unbound #1)

dig. Hörbuch, Bookbeat, 10h 30m, Romantasy, 19.12.21 Ausgeliehen über Bookbeat


Ich weiß eigentlich nicht, warum ich mich gezwungen habe das Buch bis zum Ende zu hören. Ich fand es von Anfang an sehr anstrengend. Zum einen war die Sprecherin Severine Blaney überhaupt nicht mein Fall. Sie sprach das Ganze sehr merkwürdig übertrieben und ich kann nicht genau sagen warum, aber ihre Stimme war einfach sehr, sehr unangenehm für mich. Ich habe das Hörbuch dann auch auf eine schnellere Geschwindigkeit stellen müssen, um es überhaupt ertragen zu können. Ich habe wirklich schon sehr viele Hörbücher gehört und so ging es mir noch nie.

Leider war auch der Inhalt bzw. die Umsetzung nicht meins. An sich war der Weltenaufbau interessant. Shifter sind hier Außenseiter. Die Menschen wissen von ihrer Existenz und sie sind gezwungen magische Halsbänder zu tragen, die ihre Instinkte und Aggressionen kontrollieren. Sie werden ausgegrenzt und haben deutlich weniger Rechte als 'normale' Menschen. Dieser Konflikt wird auch gut dargestellt. Vor allem dadurch, dass die menschliche Protagonistin Kim einen Shifter als Anwältin verteidigen will, der wegen Mordes angeklagt wird und dem offensichtlich kein fairer Prozess gemacht werden soll. Sie versucht zu ermitteln und zu vermitteln, trifft aber vor allem auch in Shifterkreisen auf Misstrauen und sogar Widerstand. Das hat verschiedene Gründe und auch das war wirklich gut durchdacht und interessant. Leider wurde aber all dies zerstört durch dieses ständige Sexthema. Ich lese wirklich viel erotische Literatur bzw. viel Romance mit Erotikanteil, aber ich möchte, dass die Handlung im Vordergrund steht und dass die Protagonisten nicht in jedem zweiten Satz nur an das eine denken. So etwas nervt mich ungemein und das war hier leider der Fall und zwar von der ersten Minute an. Einfach jeder denkt in so gut wie jeder Situation nur an das eine und da gibt es einfach unglaublich viele Bücher, die es aus meiner Sicht tausend mal besser machen und dadurch sogar noch sehr viel erotischer wirken.

Ich werde die Reihe auf keinen Fall weiterlesen/hören und auch nicht weiterempfehlen.

Story 2,6/5
Charaktere 2,6/5
Schreibstil 1,6/5

Wohlfühlfaktor 1,6/5
Gesamt 2,4/5




Yoshifumi Tozuki „Undead Unluck“ (#1)

Manga, CarlsenManga, 200 Seiten, Action/Comedy, 30.11.21 Rebuy 7,00€


Von diesem Manga bin ich sehr enttäuscht. Das liegt vor allem daran, dass der Zeichenstil voll und ganz mein Fall ist, die Story aber gar nicht.

An sich ist die Idee gar nicht schlecht. Es geht hier um ein junges Mädchen, dass aus irgendwelchen Gründen das Unglück anzieht. Sobald man sie berührt, passiert es wirklich schreckliches. Selbst ihre Eltern hat sie auf diese Weise verloren und das hat sie sich nicht verziehen und möchte einfach nur sterben. Allein diese Grundidee hätte man super emotional aufbauen können und das ganze dann trotzdem in einen tollen Action-Manga umsetzen können und das sogar mit Comedy-Aspekten, wenn man es richtig eingebaut hätte. Leider passiert das aber nicht. Es wird überhaupt keine Emotionalität aufgebaut. Alles wirkt platt, übertrieben albern und dann auch noch diese ständigen sexuellen Anspielungen. Abgehalten von ihrem Selbstmordversuch wird sie von einem Typen (Undead), der ebenfalls übernatürliche Fähigkeiten hat – er kann zum Beispiel nicht sterben. Das bietet gerade in der Interaktion mit Unluck (dem Mädchen) viel Potenzial, weil sie nun jemanden hat, den sie eben nicht in Lebensgefahr bringt, wenn sie mit ihm in engeren Kontakt tritt. Auch das hätte man sowohl emotional als auch humorvoll umsetzen können. Leider wird es aber nur für plumpen Humor mit sexuellen Anspielungen genutzt. Er läuft ständig nackt herum, wobei ihm ein überdimensionaler Zensur-Balken im Genitalbereich gemalt wurde und macht halt ständig irgendwelche anzüglichen Sprüche. Das er auch vom Zeichenstil deutlich älter wirkt als das Mädchen reichte den Übersetzern wohl noch nicht (oder es gibt im Japanischen ebenfalls so etwas wie eine sehr altmodische Sprachweise), nein sie mussten dem Typen auch noch Sprüche verpassen, die vor 20 Jahren vielleicht mal 'in' waren. Er spricht wie ein alter Sack, der unter Kids cool wirken will. Meinen Humor traf das überhaupt nicht und ich habe ab etwa einem Drittel des Mangas wirklich nur noch wegen des Zeichenstils weitergelesen und gehofft, dass es bald vorbei sei.

Die Actionszenen ergaben für mich wenig Sinn. Ich fand es kompliziert den Beschreibungen des Mangaka zu folgen, wie sich jetzt gerade welche Eigenschaften/Fähigkeiten negieren und auswirken und wie der Prota jetzt seine Körperteile abtrennt, um sich irgendwo hinzu katapultieren. Es ergab einfach null Sinn, es war anstrengend und nervte. Ich merke gerade, dass ich mich in Rage schreibe und höre daher jetzt auf. Der Manga wird sofort ausziehen und um den Mangaka werde ich in Zukunft einen Bogen machen, egal wie sehr mir der Zeichenstil gefällt.

Story 1,4/5
Charaktere 1,4/5
Zeichenstil 4,0/5

Lesegefühl 1,0/5
Gesamt 1,6/5



Kennt ihr etwas davon? Falls ja, wie haben sie euch gefallen. Ich hoffe besser als mir.

LG

Sunny