Donnerstag, 16. Januar 2020

Kurzreviews Januar 2020 #KW2

Kurzreviews Januar 2020 #KW2


Esther Destratis „Das Haus aus Perlmutt“
Taschenbuch, Selfpublished, Gegewartsliteratur, 295 Seiten, 09.12.2019 Gewinn bei Lovelybooks

Die Geschichte an sich war einfach klasse. Eine Frau Mitte 40 erfährt, kurz nachdem ihre Tochter für ein Jahr in die USA geht, dass ihr Mann sich von ihr trennen will und schon lange eine andere Frau hat. Eine Welt bricht für sie zusammen, aber Giovanna ist eine sehr starke und positive Frau. Sie macht sich auf nach Irland. Das war schon immer ihr großer Traum und nun erfüllt sie ihn sich. Was sie dort erlebt, welche Leute sie trifft und wie von da an ihr Leben verläuft war sehr interessant. Vor allem die Charaktere im Buch fand ich klasse. Mal abgesehen von Giovanna, mochte ich Liam unheimlich gern. Er ist zwar nur eine Nebencharakter aber ich mochte den alten Fischer sehr. Ab etwa der Hälfte des Buches gibt es eine zweite weibliche Hauptfigur. Monica ist schon Mitte 60, hat ein hartes Schicksal hinter sich und ist total verbittert. Da treffen die beiden Lebensstränge von Giovanna und Monica zusammen und beide geben dem jeweils anderen Halt. Auch die verrückten Freundinnen, die Giovanna in Irland kennenlernt waren einfach göttlich und ich hab es sehr genossen über sie zu lesen.
Leider konnte der Schreibstil mich gar nicht begeistern. Er war sehr einfach und wirkte ungelenk. Monicas Charakter wurde viel zu abrupt und unrealistisch entwickelt. In einem Moment ist sie die verbitterte, alte Frau, die Leuten extrem vor den Kopf stößt und einen Tag später ist sie das nette, liebevolle Muttchen, dass ein Herz für jeden hat. Das war richtig unglaubwürdig und ich musste mich zwingen meinen Kopf auszuschalten, um das Buch noch weiter zu genießen. Die veränderte Monica gefiel mir dann aber so sehr, dass ich mich damit abfand. Trotzdem hätte man von Anfang an ihren Charaktere nicht so auf die Spitze treiben müssen.
Auch im allgemeinen war der Schreibstil wirklich sehr einfach. Dem Leser wurde alles vorweggenommen, selbst Gedanken wurde ausgeschrieben, die längst auf Grund von Dialogen oder Beobachtungen klar waren. Alles verläuft sehr linear und zu perfekt und idyllisch. Naja, ich werde sicher kein weiteres Buch mehr von der Autorin lesen, aber ich habe es trotzdem nicht bereut dieses hier gelesen zu haben, da die Story und die Charaktere wirklich was ganz besonderes waren.

Story 4,0/5
(tolle Lebensgeschichte)
Charaktere 4,4/5
(großartige Protagonistin und tolle Nebencharaktere)
Schreibstil 2,0/5
(sehr einfach)
Gesamt 3,0/5
(ich habe das Lesen nicht bereut, kann es aufgrund des Schreibstils aber nicht empfehlen)

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Mito Aoi „School of Horns“ (#1)
engl. Manga, YenPress, Fantasy, 160 Seiten, 05.10.2019 Amazon 7,05€

Die Story ist ganz mein Fall. Menschenähnliche Wesen mit Hörnern und unterschiedlichen magischen Fähigkeiten gehen auf eine Internatsschule. Anhand der Größe und Form der Hörner erkennt man die Stärke und die Fähigkeit des jeweiligen Charakters. Die männl. Hauptfigur, Eru, hat nur sehr kleine Hörner und wurde daher immer gehänselt. Dementsprechend unsicher kommt er an die neue Schule und prallt auch gleich mit einem der angesehensten Schüler zusammen, der sich erst sehr abweisend Eru gegenüber gibt, aber nach und nach doch zu einem guten Freund wird. Die Charaktere waren wirklich klasse. Eru ist sympathisch und man möchte ihn nur beschützen. Von Rihito erfährt man nach und nach warum er sich so verhält, wie er es tut und ich mochte seinen Charaktere ungemein. Auch Noin ist ein sehr interessanter Charakter, mit einer Vergangenheit, die eine große Rolle spielt. Es wundert mich wirklich, dass diese Reihe nicht ins Deutsche übersetzt wurde. Ich habe mir gleich Band 2 gekauft, weil ich wissen möchte wie es weiter geht, den am Ende kommt es zu einem heftigen Konflikt. Ich weiß allerdings nicht, ob der zweite Band dann der letzte ist oder ob noch mehr Bände erscheinen werden. Ich kann die Reihe allen empfehlen die gern Urban Fantasy und Schul- bzw. Internats-Settings mögen.

Story 4,0/5
(ein bisschen mehr hätte ruhig passieren können)
Charaktere 4,6/5
(waren interessant, aber einige auch etwas überspitzt dargestellt)
Zeichenstil 5,0/5
(niedlich)
Gesamt 4,4/5

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Mariah Huehner „True Blood – The French Quarter“ (True Blood #3)
Hardcover, Graphic Novel, 160 Seiten, Urban-Fantasy, Kaufdatum unbekannt

Die Story fand ich dieses Mal etwas verwirrend und so richtig weiß ich nicht, was ich davon halten soll, bzw. was mir das ganze sagen sollte. Trotzdem mag ich einfach das True Blood Universum und seine Charaktere. Die Aufmachung des ganzen ist gewöhnungsbedürftig. Teilweise sind hier originale Fotos aus der TV Serie enthalten, aber der größte Teil besteht aus Grafiken, die wirken als wären sie über die Originalcharaktere gezeichnet worden. Teilweise kann man die Schauspieler der Serie wirklich eins zu eins wiedererkennen, dann allerdings wirken manche Bilde so verzogen, dass ich mich frage was das soll.
Die Farb- und Kontrastwahl ist sehr atmosphärisch. Die Blätter sind dick, Hochglanz und hochwertig.
Alles in allem habe ich es nicht bereut, dass ganze gelesen zu haben, aber es hat mich auch nicht umgehauen.

Story 3,0/5
(etwas verwirrend und sprunghaft)
Charaktere 4,0/5
(ich mag die True Blood Charaktere)
Zeichenstil 3,0/5
(sehr gewöhnungsbedürftig)
Gesamt 3,0/5

Kennt ihr etwas davon? Falls ja, wie haben sie euch gefallen. Ich hoffe besser als mir.
LG
Sunny


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