Samstag, 21. Juli 2018

Kurzreviews Juni 2018 #1

Kurzreviews Juni 2018 #1

Akira Hiramoto „Prison School“ (#1)
Manga, 192 Seiten

Ich musste wirklich lange überlegen, wie ich das hier bewerte.
Zum einen kann ich sagen, dass ich den Zeichenstil überragend gut finde. Viel Kontrast, großartige Mimik und Gestik... Genau was ich liebe.
Die Story fand ich trotz des extrem abgefahrenen Themas (Mädchenschule mit nur 5 Jungen, die wie Aussätzige behandelt werden und dann sogar in einen Zuchthaustrakt zur Bestrafung geschickt werden) eigentlich wirklich interessant und es machte mich neugierig auf mehr.
Was mich aber wirklich abschreckt, ist die Gewalt und ich denke, dass wird einfach ein sehr prominentes Thema in der Reihe bleiben. Das gefällt mir einfach überhaupt nicht. Ich werde dem zweiten Band definitiv noch eine Chance geben, weil ich den Zeichenstil wirklich großartig finde und auch die männliche Hauptperson sehr interessant fand. Aber wenn der Gewaltanteil noch höher wird (was ich vermute) wird das dann wohl der letzte Teil der Reihe für mich sein.

3,6 von 5 Sternen


Gora Gohands „K – The First“ (#1)
Manga, 192 Seiten

Die Story ist wirklich sehr interessant. Man fiebert richtig mit mehr Charaktere kennenzulernen und herauszufinden, wie sie zu einander stehen. Die Charaktere sind sehr individuell und man hat schnell Favoriten. Dieser erste Band gibt einen kleinen aber gut entwickelten Überblick über die Welt, die Könige, die ersten Charaktere (noch nicht alle)... Man merkt, dass diese Welt einiges an Erklärung benötigt, vor allem weil es etliche wichtige Charaktere zu geben scheint. Man bekommt hier schon einiges erklärt, aber es wird darauf geachtet, dass man nicht überladen wird. Daher ist es wirklich erst ein kleiner Einblick. Und das wurde dann trotzdem noch richtig gut in die Story verpackt, so dass man nicht das Gefühl hatte, er wird einem nur etwas erklärt. Im Gegenteil. Ich fand die Handlung schon richtig spannend und sehr unterhaltsam. Was ich ebenfalls sehr begrüße, ist das moderne Setting mit den übernatürlichen Königen. Eigentlich ist der Begriff dafür eher irreführend, aber ich möchte nicht spoilern. Es hat jedenfalls nichts altbackenes und das fand ich klasse.
Der Zeichenstil ist ebenfalls richtig gut.
Ich kann es kaum abwarten, dass der nächste Teil erscheint.

5 von 5 Sternen


Matsuoka Natsuki, Micro Noici „Hong Kong Dragnet“ (#1)
Manga, 228 Seiten

Der Manga war so gut, dass ich ihn in einem Rutsch durchgelesen habe.
Das Mafiathema hat mich dazu veranlasst ihn zu kaufen, aber das es so gut umgesetzt wurde, hätte ich nicht erwartet. Die Charaktere sind interessant, die Story spannend und der Zeichenstil gefällt mir ebenfalls sehr gut. Vor allem ziehen mich aber die Charaktere in die Story. Zwei Jungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, sollen das Erbe ihres Yakuza-Vaters annehmen. Allerdings soll es nur einem zugesprochen werden und es gibt natürlich auch noch viele andere die es auf das Erbe und die Position abgesehen haben. Es gibt jede Menge Intrigen, die wirklich super gesponnen sind. Und zu einem Highlight macht es der Hauptcharakter Takayuki. Er hat so einen tollen Charakter und das macht es spannend, wie er sein Erbe antreten wird. Auch sein Leibwächter/Vormund ist ein klasse Charakter. Ein wenig erinnert mich die Reihe an "Finder" von Ayano Yamane. Der Yao-Anteil ist noch recht gering, aber es gibt viele Anspielungen. Das Ende ist ein extremer Cliffhanger. Ich muss dringend den nächsten Teil kaufen.

4,6 von 5 Sternen


Niloo „Mein erstes Mal: Schmetterlinge im Bauch“ (#1)
Manga, 166 Seiten

Der Manga ist wirklich mal was anderes. Ich kann die negativen Kritiken verstehen, aber ich muss sagen, dass er mich trotzdem ganz gut unterhalten hat. Vor allem fand ich den eigenwilligen Zeichenstil interessant und die ganze Aufmachung des Mangas plus der Extras fand ich ebenfalls klasse. Vor allem die vielen farbigen Seiten fand ich wunderschön.
Die Story ist eher für junge Mädchen gedacht. Es hat mich sehr an die früheren (keine Ahnung ob es die heute noch gibt) Bravo Love Storys erinnert. Ein wenig zu deutlich kommt der Aufklärungscharakter herüber und es wird meiner Meinung nach zu viel in den ersten Band gestopft. Das hätte man langsamer entwickeln können. Trotzdem werde ich mir den zweiten Band definitiv kaufen, wenn er tatsächlich, wie angekündigt, im Herbst erscheint.

3,6 von 5 Sternen



Yamimaru Enjin „Voice or Noise! (#4)
Manga, 192 Seiten

Dieser Band war deutlich spannender als der davor. Endlich spielte mal das ganze Thema "mit Tieren sprechen" eine größere Rolle. Ich fand die Mischung zwischen Beziehungs'drama', Mystery und Humor dieses Mal besser ausgewogen.
Trotzdem bleibt der Erzählstil irgendwie abgehackt und verwirrend. Zum Beispiel hatte ich mich ewig gefragt, wo denn Flappy sei und dann kommt sie hier mit so etwas. Das finde ich wirklich merkwürdig inszeniert. Auch das Ende war total merkwürdig, weil eine Person gar nicht mehr erwähnt wird. Man hat das Gefühl es wurden hier Seiten weggelassen.
Trotzdem unterhält mich die Story weiterhin so gut, dass ich immer weiter lesen will.

4,0 von 5 Sternen

Yamimaru Enjin „Voice or Noise! (#5)
Manga, 192 Seiten

Der Teil war wirklich spannend. Endlich geht die Story richtig voran und man fiebert dem Ende zu. Der Mystery-Anteil war sehr hoch und auch das Zwischenmenschliche kam nicht kurz. Einziges Manko diesen Bandes war, dass die Hauptstory recht kurz war. Der Rest des Mangas bestand aus etlichen Seiten Werbung. (an die 10 finde ich schon etwas zu viel) und einer Kurzstory. Die Kurzstory war aber richtig gut und hat mich sehr gut unterhalten.
Ich warte jetzt sehnsüchtig auf die Ankunft der letzten Bandes bei mir.

4,4 von 5 Sternen



Susanne FinkenLakritz in Lappland“
Audible Hörbuch, 2h 10 min

Und wieder einmal scheine ich einen etwas anderen Geschmack zu haben, als viele andere. Ich fand das Hörspiel super süß. Die Sprecher waren fantastisch, die Story interessant, emotional und witzig. Ich möchte gar nichts zum Inhalt sagen, da das Hörspiel sehr kurz ist und ich es selbst auch genossen habe, ohne vorher überhaupt die Inhaltsangabe zu lesen. Es ist ein zuckersüßes Weihnachtshörspiel für Kinder und auch Erwachsene, die gerne mal ein Kinderbuch lesen. Was so richtig mitreißt ist die Hörspiel-Dynamik. Die Geräusche, die verschiedenen Stimmen... Die Charaktere waren super und individuell. Und sie die Dialoge wurden richtig emotional gesprochen. Am besten gefiel mir Tapani. Er ist so witzig.
Der einzige Kritikpunkt, den ich habe, ist das seltsame Verhalten des Weihnachtsmanns bzw. dessen urplötzliche Einhundertgradwendung.
Aber das konnte mir dieses Hörspielerlebnis nicht schmälern. Ich werde es sicher an Weihnachten sogar noch einmal hören.


5 von 5 Sternen


Yamimaru Enjin „Voice or Noise! (#6)
Manga, 196 Seiten

Also ich finde es mega schwierig mich hier für eine Bewertung zu entscheiden. An sich hat mich die Story gut unterhalten und ich habe gerade in den letzten 3 Bänden mitgefiebert und geraten, was nun hinter dem Hasen, den Geistern, dem 'Mit-Tiere-Sprechen' steckt. Leider muss ich sagen, dass ich nun zum Ende der Reihe immer noch nicht ganz sicher bin, ob ich verstehe was die Mangaka eigentlich ausdrücken/vermitteln wollte. Vor allem eine Szenen macht weiterhin überhaupt keinen Sinn für mich. Vieles wirkte irgendwie zerstückelt und abgehackt.
Gut hat mir aber vor allem Acht (die Katze) gefallen und das Geheimnis um seinen Halter. Etwas zu philosophisch war mir das ganze aber schon. Dieses ganze Schrödingers Katze-Ding fand ich sehr aufgesetzt, aber naja...
Ich habe es also nicht bereut die Reihe gelesen zu haben, aber ein paar Dinge hätte ich mir anders gewünscht.

3,6 von 5 Sternen



Lynsay Sands „Ein Vampir für alle Lebenslagen“ (Argeneau #19)
Audible Hörbuch, 11 Std. und 16 Min.

Also die letzten Teile der Reihe sind echt einer besser als der andere. Dieser hier hat mir so gut gefallen, dass ich sogar soweit gehen, dass er mein Lieblingsband der Reihe ist. Das Pärchen Jake (Stephano) und Nicole waren einfach so für einander geschaffen und so entspannt zu einander, dass es ein Gedicht war dieses Hörbuch zu hören. Nicole ist eine Künstlerin, aber es wurde (Gott sein Dank) nicht zu sehr auf das Thema eingegangen. Sie wird anscheinend von einem Attentäter bedroht und Margerite (unsere 'Übermutter' und alte Kupplerin) setzt Stephano bzw. Jake darauf an sie zu beschützen. Da Nicole aber keinerlei Bedrohung sieht, wird Jake als Haushälter bei ihr eingeschleust. Jake kennen wir aus einem der vorherigen Bände. Er war der Abteilungsleiter den Victor gewandelt hat, um ihm das Leben zu retten, obwohl Jake dies nie wollte. Auch am Anfang des Buches hadert er immer noch mit seinem Schicksal. Im Laufe des Buches entwickelt sich nicht nur die Liebesgeschichte sondern auch Jakes Einstellung zum Vampir-Dasein und seiner Familie. das fand ich großartig. Es war wieder witzig und unglaublich unterhaltsam die Argenaues bzw. Nottes zu erleben. Ich liebe den Familienzusammenhalt. Einfach großartig. Spannend war das ganze dann auch noch durch die Anschläge die hier im Buch passieren. Man rät immer mit, wer dahinter stecken könnte. Ich liebe diese Reihe!


5 von 5 Sternen


Tanaka Ogeretsu „Come to where the Bitch Boys are“ (#1)
Manga, 242 Seiten

Ich war positiv überrascht. Die Stimmen hier auf Goodreads sind ja schon sehr schlecht und ich hatte auch auf Youtube schon eine negative Review gesehen. Ich selbst fand den Manga sogar richtig gut und ich habe mir gleich den nächsten Teil bestellt.
Natürlich ist das Thema mit dem Sex-club in der Jungenschule schon eine sehr trashige Idee und es wird auch teilweise richtig abgedreht umgesetzt. Trotzdem haben mich die Charaktere in den Bann gezogen und ich bin sehr gespannt wie sich die Beziehungen zwischen den Charakteren noch entwickeln werden. Die meisten Charaktere fand ich sehr interessant und sympathisch. Yuri ist der einzige mit dem ich gar nichts anfangen kann weil er mir zu abgefahren und nuttig ist. Außerdem wirkt er ziemlich psycho. Aber auch um ihn wird es wohl eine Beziehungsgeschichte geben, die ich trotzdem interessant finde. Die beiden Neulinge, um die es hier hauptsächlich ging, fand ich beide sehr sympathisch und möchte gern wissen, wie es um sie weiter geht.
Sie kommen beide in den ominösen Club ohne zu wissen, was sich dahinter versteckt, denn eigentlich sollte es ein Fotoclub sein. Warum sie nicht aussteigen, nachdem sie wissen, was wirklich dahintersteckt, ist mir ein Rätsel und wird auch nicht wirklich erklärt. Schließlich bekommen sie gleich gesagt, dass sie nun sozusagen verfügbar für die ganze Schule sind. Und sie müssen innerhalb eines Monats ihre Jungfräulichkeit verlieren, ansonsten gibt es eine Bestrafung. Was daraus wird, verrate ich hier mal nicht, aber der Hauptcharakter hat nicht vor diese Bedingung zu erfüllen. Eine aussenstehende Person spielt ebenfalls eine Rolle und man weiß nicht recht, was hinter dem steckt. Ich freue mich auf den nächsten Teil.

4,4 von 5 Sternen



Boichi „Wallman“ (#1)
Manga, 240 Seiten

Ich bin ein großer Sun-Ken-Rock Fand, was ja ebenfalls von Boichi ist. Daher musste sich dieser Manga auch mit der Reihe messen. Leider schneidet Wallman deutlich schlechter ab.
Der Zeichenstil ist zwar genauso genial wie in Sun-Ken-Rock, aber die Story kann aus meiner Sicht nicht mithalten.
Die Geschichte ist mir persönlich viel zu actionlastig. Mir fehlt hier der Humor und die Emotionen. Die drei Hauptcharaktere sind durchaus interessant, aber bekommen keine Tiefe und ich habe auch nicht wirklich mit ihnen mitgefiebert, wie es mir bei Sun-Ken-Rock ging. Das Thema Auftragskiller und Mafia gefiel mir und auch wie die Charaktere aufeinandertreffen. Nur sind sie mir leider nicht wirklich sympathisch. Am Ende gibt es noch eine Wendung, die ich allerdings bereits erahnt hatte. Trotzdem werde ich Band 2 noch eine Chance geben.

3,4 von 5 Sternen


Matsuoka Natsuki, Micro Noici „Hong Kong Dragnet“ (#2)
Manga, 228 Seiten

Ich fand den Zweiteiler richtig klasse. Es sind allerdings noch genug Dinge offen geblieben bzw. es wäre noch so viele Potenzial für mehr Bände dagewesen, dass ich es traurig finde, dass es nur zwei Bände sein sollen. Ich fand, dass das Mafia-Intrigen-Thema gut umgesetzt wurde und vor allem mochte ich die Charakter und den Ausgang des ganzen Erbstreits. Die Reihe hat mich ein klein wenig an "Finder" erinnert. Die Reihe fand ich ebenfalls klasse.


4,6 von 5 Sternen

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