Mittwoch, 3. Dezember 2014

Rezi "Bayou Heat – Raphael/Parish" Alexandra Ivy; Laura Wright

Titel: Bayou Heat – Raphael/Parish (Bayou Heat #1 + 2)
Autor: Alexandra Ivy; Laura Wright
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-31623-2
Preis: 7,99€
Genre: Paranormal Romance
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 224 Seiten
Erscheinungsdatum: 8. Dezember 2014
Reihe: 1/?

3 von 5 Sternen
*Inhalt:*
Heiß, heißer, Bayou Heat – die große neue Paranormal Romance der Bestsellerautorinnen Alexandra Ivy und Laura Wright
Die Bayous sind ein Ort voller Magie und Geheimnisse. Dort leben die Pantera, ein Clan atemberaubend schöner und mächtiger Gestaltwandler. Da jedoch auf den Pantera ein dunkler Fluch liegt, der ihre ganze Art bedroht, werden zwei von ihnen auf eine gefährliche Mission in die Welt der Menschen geschickt: Raphael und Parish, der Diplomat und der Krieger. Womit die beiden allerdings nicht gerechnet haben, ist die Liebe, die ihnen in Gestalt der beiden Südstaatenschönheiten Ashe und Julia begegnet.
(c)Heyne

*Wie kam das Buch zu mir*
Das Cover ist mir sofort ins Auge gesprungen und ich lese ja super gern Urban Fantasy und Paranormal Romance. Also schien es ideal. Der Heyne Verlag hat es mir dann als Rezessionsexemplar zur Verfügung gestellt.

*Meinung:*
Ich möchte gleich erst einmal etwas zum Cover sagen. Es ist aus meiner Sicht ideal für ein Buch aus dem Paranormal Romance Genre. Leider finde ich es wirklich sehr nervig, wenn das abgebildete Tier so gar nichts mit dem Inhalt zu tun hat. Natürlich erwarte ich einen Panther-Gestaltwandler, wenn auf dem Cover ein Panther abgebildet ist. In diesem Buch geht es aber um Puma-Gestaltwandler und es ist in keinster Weise zu erkennen, dass es irgendwann auch in Richtung Panther gehen sollte.

Inhaltlich geht es um eine Gruppe von Pantera, die im Geheimen an einem magischen Ort in den Sumpfgebieten von Louisiana leben. Sie haben seit Jahren das Problem, dass sie mit ihren Frauen keine Nachkommen zeugen können und suchen nun (auch in der Menschenwelt) nach den Ursachen dafür und natürlich nach einer Lösung. Bei den Pantera gibt es verschieden (Berufs)Gruppen. Raphael (Protagonist aus der ersten Geschichte) gehört zu den Diplomaten und ist auf Erkundung in der Menschenwelt. Parish (Protagonist aus der zweiten Geschichte) ist ein Krieger. Dementsprechend unterschiedlich sind sie von ihrem Verhalten her. In der ersten Geschichte lernt man allgemein etwas über die Pantera. Leider wird das alles sehr subtil herüber gebracht. Raphael ist ja gerade in der Welt der Menschen unterwegs und schwängert dabei rein zufällig mal eine Frau. Das wird aber nur rückblickend erzählt und irgendwie wirkte das ganze lieblos erzählt. Einen Feind gibt es natürlich auch aber das ist alles eher mau und man erfährt nur sehr wenig. Die zweite Geschichte war interessanter, weil wir uns da in der Welt der Pantera aufhalten und das Leben in ihrer Gemeinschaft etwas näher kennen lernen. Grundsätzlich muss man aber sagen, dass sich das Buch etwa 70 bis 75% nur mit Erotik befasst. Für zwischendurch finde ich persönlich das auch mal ganz nett.

Der Schreibstil der ersten Geschichte und somit von Alexandra Ivy war gar nicht mein Fall. Alles wirkte sehr simple und teilweise plump erzählt. Stellenweise hatte man das Gefühl, dass Passagen einfach gelöscht wurden, um die Geschichte einzukürzen. Ich fand keinen Zugang zu den Charakteren, weil mir Emotionen nicht glaubhaft vermittelt wurden. Die zweite Geschichte war für mich deutlich packender und interessanter, was mit Sicherheit an dem Schreibstil von Laura Wright liegt, der mir deutlich mehr lag. Hier gab es auch mehr Handlung um die Beziehung herum und auch die Beziehung wird glaubwürdiger entwickelt.

Spannend ist das Buch nicht unbedingt. Ich finde, dass die Feinde sehr blass bleiben und die Actionszenen sehr gering waren. Emotional konnte mich nur die zweite Geschichte ansprechen.

Die erste Beziehung (Raphael/Ashe) war völlig aus der Luft gegriffen und merkwürdig unpersönlich beschrieben. Ashe war mir zwar durchaus sympathisch aber ihr Charakter hätte so viel mehr hergegeben. Die Anziehungskraft zwischen den beiden wirkte nicht glaubhaft, weil sie nicht erklärt wurde und viele Reaktionen konnte ich nicht nachvollziehen. Bei Parish und Julia war das ein anderer Fall. Hier wurde die Beziehung viel besser und nachvollziehbar entwickelt. Es hat Spaß gemacht von den beiden zu lesen und die erotischen Szenen war auch sehr schön.

Schlussendlich muss ich sagen, dass ich die Reihe nicht weiter lesen werde, obwohl mir die zweite Geschichte wirklich gut gefallen hat. Da aber Alexandra Ivy (Autorin der ersten Geschichte) auch an den anderen Bänden mitgeschrieben hat, werde ich es nicht mehr weiter versuchen. Das Ende ist ein echter Cliffhanger, einer der Art die ich gar nicht mag. Man muss also eigentlich weiter lesen, aber da es mich emotional wenig gepackt hat, habe ich kein Problem die Reihe hinter mir zu lassen.

Grundidee 3/5
Schreibstil 3/5
Spannung 3/5
Emotionen 3/5
Charaktere 3,5/5
Liebesgeschichte 3,5/5

*Fazit:*
Da ich in diesem Genre schon sehr viel gelesen habe und somit viele Vergleichsmöglichkeiten habe, konnte mich dieses eher mittelmäßige Buch nicht besonders begeistern. Der qualitative Unterschied zwischen den beiden Geschichten, die in diesem Band enthalten sind, war enorm. Die Geschichte von Laura Wright über Parish konnte mich deutlich mehr überzeugen. Für Zwischendurch war das Buch ganz okay, aber mehr leider auch nicht. 

 3 von 5 Sternen

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