Samstag, 28. Mai 2016

Rezi "Call of the Crow - Entfesselt" G. A. Aiken

Titel: Call of the Crow - Entfesselt
Autor: G. A. Aiken
Verlag: Piper
ISBN: 978-3492280822
Preis: 9,99 €
Genre: Paranormal Romance
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 416
Erscheinungsdatum: 2. Mai 2016
Reihe: 1/? (Call of the Crow)

3 von 5 Sternen
*Inhalt:*
Spätestens seit »Thor« wissen wir: nordische Götter können ziemlich sexy sein! In G. A. Aikens neuer Urban-Fantasy-Reihe »Call of Crows« senden die Asen ihre Boten ins L.A. der Neuzeit, um die Welt vor der drohenden Ragnarök zu bewahren. Doch bei einem Haufen wilder Wikinger und kampflustiger Kriegerinnen sind gewisse »Spannungen« vorprogrammiert ... Niemand weiß besser als Vig Rundstrom: auch Odins Krieger brauchen ab und zu mal einen Kaffee. Erst recht, wenn der von einer heißen Barista wie Kera Watson serviert wird. Als Vig mitansehen muss, wie Kera nach ihrer Schicht überfallen und ermordet wird, beschließt er, sie zu retten. Doch Ex-Marine Kera ist sich nicht sicher, was sie von dieser Rettung halten soll. Als »Krähe« der Norne Skuld soll sie fortan den Weltuntergang verhindern. Nur scheinen ihre neuen Kampfgefährtinnen so gar nichts von Disziplin zu halten. Und dann wäre da noch Vig, der sie ständig von ihrer Arbeit ablenkt ...
(c)Piper


*Wie kam das Buch zu mir*
Ich liebe die Bücher von G. A. Aiken und da war es keine Frage, dass auch dieses von mir gelesen werden musste. Das Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt.


*Meinung:*Erst einmal ein kleiner Kommentar zum Cover. Ich hatte wirklich gehofft, dass das Originalcover übernommen wird. Leider war dies nicht der Fall. Grundsätzlich finde ich das deutsche Cover nicht hässlich, aber ich finde es passt einfach nicht. Die Frau auf dem Cover wirkt eher zerbrechlich und zart und ist somit das ganze Gegenteil von Kera, der Hauptperson im Buch. Daher finde ich es eher irreführend.

Inhaltlich hatte ich sehr hohe Erwartungen, da ich die anderen Reihe (Wolf Diaries, Lions...) der Autorin einfach liebe. Auch das, für mich, in diesem Sektor recht neue Thema um die Wikinger, Walküren und nordische Götter hat mich sehr neugierig gemacht. Leider wurde ich dieses mal aber doch ziemlich enttäuscht. Die ganze Thematik um die Götter, Wikinger und Walküren gefiel mir sehr gut. Auch das man gemeinsam mit Kera ins kalte Wasser geworfen wurde und erst nach und nach die Zusammenhänge ihres Todes und dann der ganzen 'Organisation' der Götter und ihrer 'Untertanen' herausfindet. Da hätte man so viel draus machen können und die Autorin hat durchaus einen guten Weg eingeschlagen. Leider zerstörte sie mir vieles mit ihrer unsympathischen Protagonistin und dem recht langatmigen Schreibstil. Ich kann mir das wirklich nicht erklären, da ich das so von der Autorin nicht kenne. Sonst sind ihre Charaktere so gut geschrieben, zwar wahnsinnig abgedreht und individuell, aber trotzdem sympathisch. Hier traf das für mich aber eher auf einige Nebencharaktere zu. Kera, die Hauptperson, ist starrköpfig, eigensinnig, nervig und versucht anderen ihren Willen aufzudrücken. Normalerweise schafft die Autorin einem selbst solche Charaktere durch ihren sehr pfeffrigen Humor schmackhaft zu machen. Hier hatte sie es aber einfach übertrieben und es kam für mich keine Stimmung auf. Es gab zwar etliche witzig Szenen, die mich wirklich amüsierten und ich wieder richtig Slapstick-Kopfkino hatte, aber Kera konnte mir das ganze nicht sympathischer machen. Schade.

Die Nebencharaktere gefielen mir dagegen sehr gut. Vor allem Vig, Keras Loveinterest, gefiel mir ungemein gut. Überhaupt waren mir die Männer in diesem Band sympathischer, was allerdings bei anderen Reihen der Autorin ebenfalls der Fall war. Ich las daher die Stellen mit den Nebencharakteren lieber als die von Kera und wenn Kera mal wieder arrogant oder dominant gegenüber den Nebencharakteren auftrat, nervte es mich.

Der Schreibstil kam mir etwas undurchdacht herüber. Teilweise hatte ich das Gefühl es wurden einfach Szenen aneinandergereiht ohne einen Spannungsbogen auzubauen. Gerade die erste Hälfte des Buches zog sich. Der von mir sonst so geliebte Humor der Autorin kam dieses mal bei mir nicht an, was aber sicher an meinem Problem mit der Hauptperson des Buches lag. Alles in Allem war das Buch leider nur Durchschnitt und ich werde die Reihe nicht weiterverfolgen.

*Fazit:*
Meine hohen Erwartungen was die Thematik, die Charaktere und vor allem den Humor betrafen, wurden leider nicht erfüllt. Die Thematik um die Götter kam ein wenig schleppend in Fahrt, konnte mich aber durchaus unterhalten. Der Humor wurde mir aber durch die unsympathische Protagonistin kaputt gemacht und der Humor ist eigentlich das, was ich bei G. A. Aiken so liebe. Für mich war es daher leider eher ein Enttäuschung und ich plane nicht die Reihe weiterzulesen. 


 3 von 5 Sternen

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