Mittwoch, 7. Oktober 2015

Rezi "Töchter des Feuers" Nora Roberts

Titel: Töchter des Feuers (Die Irland-Trilogie #1)
Autor: Nora Roberts
Originaltitel: Born in fire
ISBN: 978-3-8371-2914-4
Preis: 14,99€
Genre: Gegenwartsliteratur
Format: Hörbuch
Laufzeit: 5 CDs; 376 Minuten
Erscheinungsdatum: 15. Dezember 2014
Reihe: 1/3


4 von 5 Sternen
*Inhalt:*
Drei Schwestern, untrennbar verbunden durch das Schicksal …
Maggie Concannon liebt ihre Arbeit als Glasdesignerin über alles. Begabt und eigenwillig, lebt sie völlig zurückgezogen inmitten der windumtosten Hügel Westirlands. Eines Tages besucht sie der von ihren Kunstwerken völlig faszinierte Galeriebesitzer Robert Sweeny in ihrem einsamen Studio. Und er merkt schnell: Er möchte nicht nur die Künstlerin, sondern auch die wunderbar lebendige und attraktive Frau für sich gewinnen. Doch Maggie hat ihre eigenen Vorstellungen vom Leben – und der Liebe …
(c)RandomHouseAudio


*Meinung:*Ich habe bereits einige Romane von Nora Roberts gelesen, die mir alle sehr gut gefallen haben. Vor allem der Jahreszeitenzyklus hat mir sehr gefallen und ich hoffte mit der Irland-Trilogie eine ähnliche Reihe gefunden zu haben. Dem ist nicht ganz so, aber das Buch hat mich trotzdem gut unterhalten. Die Inhaltsangabe ist irgendwie total verwirrend. Zum einen gibt es hier nur 2 Schwestern und zum anderen heißt der Hauptcharakter Rogan und nicht Robert. Das mit den Schwestern löst sich dann wohl im dritten Band auf (hab mal in die Inhaltsangaben geluchst). Was diese Namensverwechslung beim Hauptcharakter betrifft, bin ich allerdings etwas ratlos.

Inhaltlich geht es um eine Glasdesignerin, die von einem Galeriebesitzer (Rogan) entdeckt wird. Maggie lebt eher zurückgezogen und möchte sich weder einengen lassen, noch mag sie große Auftritte. Alles was sie will, ist ihre Ruhe und Zeit für ihre Kunst. Daher hat Rogan so seine Schwierigkeiten mit ihr. Neben der schon ohnehin schwierigen Zusammenarbeit mit ihr, verliebt er sich auch noch in sie. Interessant wird das Buch vor allem durch Maggies Familie. Sie muss so einige Schicksalsschläge einstecken und hat ohnehin ein sehr schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter. Dafür hat sie aber ein sehr inniges Verhältnis zu ihrer Schwester. Konflikte gibt es zwischen ihnen aber auch - vor allem durch die Mutter verursacht. Die Mutter ist wirklich ein ätzender Charakter, aber ich finde das Schwesternverhältnis und die Freundschaften, die die beiden Frauen auf der Insel aufgebaut haben sehr schön. Allerdings merkt man dem Hörbuch gerade in diesem Bereich die Kürzung an. Die Nebencharaktere sind nämlich durchaus sehr interessant, aber es wird sich hauptsächlich auf Maggie und Rogan konzentriert. Die ganze Kunstgeschichte kam für mich sehr authentisch herüber ohne zu sehr ins Detail zu gehen und eventuell zu langweilen.

Der Schreibstil der Autorin ist ein klein wenig altbacken, aber es passt zum Genre. Man bekommt hier halt keine peppige Chicklit, sondern eher eine traditionellere Liebesgeschichte. Der Kitschfaktor ist relativ hoch, was mich persönlich aber nicht allzu sehr stört. Die Autorin schafft es ihre Charaktere sehr natürlich wirken zu lassen. Lediglich Maggies Mutter war etwas extrem dargestellt, aber auch solche Personen gibt es im wahren Leben.

Die Liebesgeschichte wird angenehm entwickelt und die beiden Charaktere passen sehr gut zusammen. Teilweise war es sogar wirklich lustig, da beide Charaktere nicht auf den Mund gefallen sind und sich ihre Liebesgeschichte aus einer Arbeitsbeziehung entwickelte.

Das Hörbuch wurde sehr gut gesprochen. Elena Wilms (die Sprecherin) kannte ich noch nicht, obwohl ich sehr viele Hörbücher höre. Von ihr würde ich definitiv wieder etwas hören, da sie jedem Charakter eine eigene Stimme verleiht und immer gut ersichtlich ist, ob wir es mit einer männlichen oder einer weiblichen Person zu tun haben. Die Sprecherin hat ein sehr angenehmes Lesetempo und eine gute Betonung. Es machte Spaß ihr zuzuhören.


*Fazit:*
"Töchter des Feuers" war nicht ganz was ich erwartet hatte, aber ich wurde sehr gut unterhalten. Die Liebesgeschichte wurde in einem angemessenem Tempo entwickelt und die beiden Hauptcharaktere passten sehr gut zusammen. Das Thema Glasdesign wurde nicht zu detailliert beschrieben und trotzdem spürte man Maggies Leidenschaft zu ihrer Kunst. Ein bisschen mehr Handlung zu den Nebencharakteren hätte ich mir gewünscht, aber Maggie und Rogan waren beide so sympathisch, dass es mich nicht weiter störte. Der Kitschfaktor war teilweise schon sehr hoch. Das schwankt bei der Autorin ja von einem Buch/einer Reihe zur anderen. Mir persönlich macht dies nichts aus. Ich kann es jedem Liebesromanfan empfehlen.

 4 von 5 Sternen

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